Wo man auf Mallorca schnorcheln und tauchen kann: kurzer Überblick nach Gebieten
Mallorca vereint auf engem Raum mehrere unterschiedliche Ökosysteme zum Eintauchen: Inselchen mit Meeresschutzgebiet im Südwesten, Sandbuchten mit felsigem Grund im Osten und einen fast unberührten Nationalpark vor der Südküste. Du musst dich nicht die ganze Woche auf einen einzigen Ort festlegen: Je nach Wind und der Gegend, in der du wohnst, haben manche Strände eine bessere Sicht als andere, und das ändert sich von Tag zu Tag.
Als allgemeine Orientierung: Wenn du tauchst oder mit einem Kurs anfangen möchtest, ist die Bahía de Santa Ponsa (Meeresschutzgebiet Illes Malgrats) die Gegend mit den meisten Tauchzentren der Insel. Wenn du nur Maske und Schnorchel dabei hast, liefern die weißen Sandbuchten mit Felsen an den Enden – Cala Vella, Cala Varques, Portals Vells – gute Ergebnisse, ohne dass du ein Boot brauchst. Und wenn du das klarste Wasser der Balearen willst, musst du mit dem Boot nach Cabrera fahren.
Meeresschutzgebiet Illes Malgrats, in der Bahía de Santa Ponsa
Die beiden Inselchen von Malgrats vor Santa Ponsa sind die Referenz für das Tauchen auf Mallorca: felsiger Grund mit Zackenbarschen, Barrakudas, Muränen und Nacktschnecken, mit mehreren Tauchplätzen, die sich sowohl für Schnuppertauchgänge als auch für erfahrene Taucher eignen. Da sie nur 5-10 Minuten mit dem Boot von den Tauchzentren der Gegend entfernt liegen, starten hier auch täglich die meisten organisierten Schnorchelausflüge.
Snorchel-Tour in der Meeresreservat Islas MalgratsVerfügbarkeit prüfen →
Tauchtaufe in Santa PonsaVerfügbarkeit prüfen →El Toro, Portals Vells und Sa Dragonera: die Südwestspitze
Folgt man der Küste weiter nach Süden, ist die Insel El Toro das andere große Meeresschutzgebiet der Gegend: weniger belebt als Malgrats, mit Felswänden und guter Präsenz von Hochseefischen. Direkt daneben sind die Höhlen und kleinen Buchten von Portals Vells ein Klassiker für das Schnorcheln an der Oberfläche, mit einfachem Einstieg vom Sand aus und fast das ganze Jahr über geschütztem Wasser. Und ganz im Westen, vor Sant Elm, ergänzt der Naturpark Sa Dragonera einen weiteren Abschnitt unberührter Küste, wo man das reiche Meeresleben spürt, sobald man den Kopf ins Wasser steckt.
Bahía de Palma: einfaches Schnorcheln in Cala Vella und El Arenal
Für alle, die in der Gegend von Palma oder El Arenal wohnen und sich nicht weit bewegen möchten, ist Cala Vella die bequemste Option: ruhiges Wasser, geringe Tiefe nahe dem Ufer und Felsen an den Seiten, wo sich meist die Fische sammeln. Häufig wird sie mit einer Katamaran- oder Schnellboottour ab El Arenal kombiniert, mit inbegriffenem Bade- und Schnorchelstopp – ideal, wenn du mit Kindern unterwegs bist oder es dein erstes Mal ist.
Tauchen Sie ein in das kristallklare Wasser von Cala Vella mit unserer Schnorcheltour ab El Arenal. Entdecken Sie die faszinierende Unterwasserwelt, schwimmen Sie neben bunten Fischen und erkunden Sie verborgene Meereslebewesen. Unsere Tourleitung steht Ihnen zur Verfügung, um Ihnen alle Details zu erläutern. Buchen Sie noch heute Ihre unvergessliche Schnorchelerfahrung!Verfügbarkeit prüfen →Nationalpark Cabrera: das klarste Wasser der Balearen
Cabrera ist noch einmal eine ganz andere Sache: ein geschütztes Archipel südlich von Mallorca, unbebaut, mit Posidonia-Wiesen, die eine Klarheit bewahren, die man auf dem Rest der Insel kaum findet. Man erreicht es nur mit dem Boot (organisierter Ausflug oder eigenes Boot mit Genehmigung), und die Belohnung ist ein Schwimmen über einem Meeresgrund, der sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat.
Besuch von Cabrera mit dem Schnellboot von Colònia Sant Jordi ausVerfügbarkeit prüfen →Osten Mallorcas: Cala Varques, Porto Cristo und der Parc de Llevant
An der Ostküste ist Cala Varques weiterhin eine der besten Buchten der Insel zum Schnorcheln: weißer Sand, Felsen auf beiden Seiten und ein Meeresgrund mit vielfältiger Fauna. Sie ist nicht mit dem Auto erreichbar: Man gelangt zu Fuß über einen etwa 20-minütigen Weg vom kostenlosen Parkplatz an der Straße Ma-4014 (zwischen Porto Cristo und Cales de Mallorca) dorthin, der Platz für etwa 30-40 Fahrzeuge bietet. Weiter nördlich bietet die geschützte Küste des Naturparks Llevant, zwischen Cala Ratjada und Artà, weniger belebte Buchten mit demselben felsigen, an Meeresleben reichen Grund, die bei den Katamaran- und Schnellbootausflügen ab Cala Ratjada und Portocolom sehr beliebt sind.
Praktische Tipps, bevor du ins Wasser gehst
- Beste Sicht: ruhiges Meer und wenig Wind; nach mehreren Tagen mit Tramontana oder Llebeig wird das Wasser meist trüber, besonders in exponierten Buchten.
- Wenn du auf eigene Faust in ein Meeresschutzgebiet fährst, halte dich an die Bojen und ausgewiesenen Zonen: Diese Gebiete haben gerade deshalb mehr Fisch und Fauna, weil sie geschützt sind.
- Für Schnuppertauchgänge braucht man weder Erfahrung noch einen Tauchschein: Der Instruktor begleitet dich die ganze Zeit, und die Ausrüstung ist inbegriffen.
- In Buchten ohne Rettungsschwimmer (Cala Varques, Portals Vells, Cabrera selbst) solltest du eine Signalboje mitnehmen, wenn du weit vom Ufer entfernt schwimmst.
- Bootsausflüge mit Schnorchelstopp beinhalten meist die Grundausrüstung (Maske und Schnorchel), aber bei der Buchung solltest du nachfragen, wenn du einen Neoprenanzug brauchst.
Damit hast du die Übersicht: Malgrats und El Toro zum richtigen Tauchen in einem Meeresschutzgebiet, Cala Vella für einen einfachen Sprung ins Wasser von der Bahía de Palma aus, Cabrera für das klarste Wasser der Insel, und Cala Varques oder der Parc de Llevant, wenn du lieber auf eigene Faust anreist und eine ruhige Bucht entdecken möchtest. Alle Ausflüge mit Schnorcheln oder Tauchen lassen sich direkt buchen, inklusive Ausrüstung und Guide.